Martin Helmchen und Marie-Elisabeth Hecker

KONZERT/AUFZEICHNUNG

FREITAG, 19. MÄRZ 2021, 19.30 UHR, AULA SÄNGERSTADTGYMNASIUM

STREAM

SONNTAG, 21. MÄRZ 2021, 18:00 UHR

 

Mierczyslaw Samuilowicz Weinberg (1919 – 1996)

Sonate für Violoncello und Piano Nr. 2, op.63

Sergei Prokofjew (1891 – 1953)

Sonate für Violoncello und Klavier op. 119

Sergei Rachmaninow (1873 – 1943)

Cellosonate g-Moll, op.19

 

Zu den Künstlern

Martin Helmchen

Martin Helmchen hat sich als einer der Top-Pianisten der jüngeren Generation etabliert. 1982 in Berlin geboren, studierte er zunächst bei Galina Iwanzowa an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin, wechselte später zu Arie Vardi an die HMTM Hannover; weitere Mentoren sind William Grant Naboré sowie Alfred Brendel. Einen ersten entscheidenden Impuls bekam seine Karriere, als er 2001 den „Concours Clara Haskil“ gewann.

Martin Helmchen konzertiert weltweit mit zahlreichen renommierten Orchestern, darunter finden sich die meisten deutschen Rundfunkorchester, die Staatskapelle Dresden, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Orchestre de Paris, die Wiener Symphoniker, das Londoner Philharmonia Orchestra, das Boston Symphony Orchestra sowie The Cleveland Orchestra.

Er arbeitet mit Dirigenten wie David Afkham, Marc Albrecht, Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Sir Mark Elder, Edward Gardner, Philippe Herreweghe, Manfred Honeck, Vladimir Jurowski, Andris Nelsons, Emmanuel Krivine, Andrés Orozco-Estrada, Christoph Poppen, Michael Sanderling und David Zinman.

Einen besonderen Stellenwert hat für ihn die Kammermusik – eine Leidenschaft, für die Boris Pergamenschikow die wesentlichen Impulse gab. Zu seinen engen Kammermusikpartnern gehören Juliane Banse, Matthias Goerne, Veronika Eberle, Marie-Elisabeth Hecker, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Carolin Widmann und Frank Peter Zimmermann. Eine besonders enge Verbindung pflegt er zur Schubertiade.

Zusammen mit Frank Peter Zimmermann startet Martin Helmchen in die neue Saison, mit einem Beethovenabend ist das Duo bei allen großen deutschen Sommerfestivals zu hören. Als Solist ist er anschließend beim berühmten Mostly Mozart Festival in New York zu Gast.

Die enge Verbundenheit Martin Helmchens mit dem Gewandhausorchester Leipzig wird durch seine Mitwirkung bei den Eröffnungskonzerten unter Andris Nelsons besonders zum Ausdruck gebracht; im Anschluss gastiert er mit dem Orchester beim Lucerne Festival. Weitere Höhepunkte sind Konzerte in der Kölner Philharmonie – mit Matthias Goerne sowie im Klaviertrio mit Marie-Elisabeth Hecker und Antje Weithaas. Im Orchesterbereich ist er erneut bei den Rundfunkorchestern in Frankfurt und Hannover zu Gast, außerdem kehrt er u. a. zum Philharmonia Orchestra, dem Orchestre National de France, Luzerner Sinfonieorchester sowie zum Chicago Symphony Orchestra zurück. Er gibt sein Debüt beim Nationalen Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Andrew Manze wird fortgesetzt; ebenso mit den Bielefelder Symphonikern, mit denen er im Laufe von zwei Saisons alle Klavierkonzerte von Bartók spielt.

Martin Helmchen ist Exklusivkünstler von Alpha Classics; veröffentlicht wurden dort Beethovens Diabelli- Variationen, von Messiaen die „Vingt regards sur l’enfant-Jésus“, Kammermusik von Schubert mit Marie-Elisabeth Hecker und Antje Weithaas, sowie eine Duo-CD mit Marie-Elisabeth Hecker mit Brahms. Des Weiteren hat er für PentaTone Classics zahlreiche CDs aufgenommen, u. a. Klavierkonzerte von Mozart, Schumann, Mendelssohn sowie Kammermusik von Schubert, Schumann und Brahms.

Seit 2010 ist Martin Helmchen Associate Professor für Kammermusik an der Kronberg Academy.

Saison 2019/2020

Marie-Elisabeth Hecker

Wer Marie-Elisabeth Hecker live im Konzert erlebt, könnte leicht auf die Idee kommen, sie sei mit ihrem Instrument im Arm geboren worden. Beim Cellospielen verströmt sie eine geradezu traumwandlerische Selbstverständlichkeit – und zwar nicht nur, weil sie gern mit geschlossenen Augen spielt. Alles was sie mit dem Bogen und mit der linken Hand tut, überhaupt ihre ganze Körpersprache und die Bühnenpräsenz, wirkt vollkommen natürlich und zwar mit der ihr eigenen starken Intensität des Ausdrucks: "Herzzerreißend traurig und traumwandlerisch schön", wie es DIE ZEIT formulierte.

Marie-Elisabeth Hecker war Schülerin am Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau, bevor sie Cellounterricht bei Peter Bruns erhielt. Im Alter von 12 Jahren gewann sie zum ersten Mal den Wettbewerb Jugend musiziert. Zu ihren wichtigen Auszeichnungen gehören der Sonderpreis beim Dotzauer-Wettbewerb 2001 und der Preis des Borletti-Buitoni Trust 2009. Den internationalen Durchbruch bescherte ihr der sensationelle Erfolg beim Rostropowitsch-Wettbewerb 2005 in Paris: Dort gewann sie - erstmals in der Geschichte des bedeutenden Cellowettbewerbes - sowohl den ersten Preis als auch zwei Sonderpreise. Seitdem gehört Marie-Elisabeth Hecker zu den gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen der jungen Generation. Die deutsche Cellistin studierte bei Heinrich Schiff und in Meisterkursen bei Anner Bylsma, Bernard Greenhouse, Frans Helmerson, Gary Hoffman und Steven Isserlis. Sie wird von der Kronberg Academy unterstützt.

Zu den bisherigen Höhepunkten ihrer Karriere gehören Konzerte mit Orchestern wie dem Antwerp Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Belgian National Orchestra, Chamber Orchestra of Philadelphia, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Dresdner Philharmonie, Filarmonica della Scala, Gewandhausorchester, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Israel Philharmonic Orchestra, Mariinsky Orchestra, Netherlands Radio Chamber Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Pannon Philharmonic, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Spanish National Orchestra, Staatskapelle Berlin und Wiener Symphonikern - unter der Leitung von Barenboim, Gergiev, Harding, Hengelbrock, Herreweghe, Janowski, Luisi, Nagano, Saraste, Thielemann und von Dohnányi.

Rezitale, insbesondere mit ihrem Ehemann, dem Pianisten Martin Helmchen, haben die junge Musikerin auf zahlreiche wichtige Konzertpodien zwischen Amsterdam Concertgebouw, Aspen, Festspielhaus Baden-Baden, L’Auditori Barcelona, Berliner Philharmonie, Bozar Brüssel, Teatro Colón Buenos Aires, Alte Oper Frankfurt, Elbphilharmonie Hamburg, Schubertiade, Wigmore Hall London, Luzern, Carnegie Hall New York, Louvre Paris, Toppan Hall Tokio, Konzerthaus Wien und Tonhalle Zürich geführt. Des Weiteren spielt sie regelmäßig Kammermusikkonzerte in verschiedenen Formationen mit Veronika Eberle, Christian Tetzlaff, Stephen Waarts, Carolin Widmann und dem Apollon Musagète Quartett.

Höhepunkte der Saison 19/20 sind Trio-Konzerte mit Martin Helmchen und Antje Weithaas, unter anderem in der Kölner Philharmonie und im Burghof Lörrach sowie ihr Debüt beim Orchester der Komischen Oper Berlin. Mit Julian Prégardien wird sie im Oktett im DeSingel Antwerpen und im Trio beim Mozartfest Würzburg zu erleben sein.

Große Beachtung fand ihre Einspielung von Brahms' Cellosonaten (gemeinsam mit Martin Helmchen), welche im Mai 2016 beim Label Alpha Classics veröffentlicht wurde. Beim selben Label erschien 2018 ihre Aufnahme von Schuberts' Arpeggione-Sonate und dem Klaviertrio Nr. 2 (mit Martin Helmchen und Antje Weithaas) sowie eine CD mit Elgars' Cellokonzert (gemeinsam mit dem Antwerp Symphony Orchestra) und dem Klavierquintett.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Marie-Elisabeth Hecker seit August 2017 Professorin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. In Zusammenarbeit mit Music Road Rwanda unterstützt sie zudem eine Musikschule in Ruanda, mit der sie regelmäßig vor Ort musikalische Projekte realisiert.