Kammerchor der HfM Weimar

KONZERT

Sonntag, 26. März 2023, 17:00 Uhr, Kulturweberei

 

Ausführende:

Kammerchor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
N.N. Instrumentalsolisten

Leitung:
Nikolaas Schmeer, Prof. Jürgen Puschbeck

Programm

Franz Liszt (1811-1886)
aus dem Oratorium „Christus“
„Pater noster“                        
    
Jaakko Mäntyjärvi (*1963)
aus den „Stuttgarter Psalmen“ (2010)
„Mein Gott, warum hast du mich verlassen“    
    

Nikolaas Schmeer (*1998)
„Missa brevis“ (2021; UA)                
Kyrie
Gloria
Credo
Sanctus – Benedictus – Agnus Dei

Nolwenn Tilly (*1998)
Psalm-Neu-Komposition (UA)  

     

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Motette „Mein Gott, warum hast du mich verlassen“    
    

Max Reger (1873-1916)
Op. 138, 3
„Nachtlied“

Kammerchor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Dem Kammerchor gehören vorwiegend Studierende der Fachrichtungen Schulmusik, Kirchenmusik und Dirigieren, jedoch auch Studierende der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Erfurt sowie der Friedrich-Schiller-Universität Jena an.


Er wurde 1926 als überregionaler Madrigalchor von Walter Rein gegründet und entwickelte sich rasch zu einem Spitzenensemble der Musikhochschule. Nach einer dem zweiten Weltkrieg geschuldeten und  darüber hinaus währenden Pause setzte zunächst Prof. Günter Fredrich, ab den1970er Jahren Prof. Gert Frischmuth die chorische Arbeit fort. Letzterer, von 1988-1997 zeitgleich Leiter des MDR-Chores, trug maßgeblich zu dem hohen künstlerischen Niveau bei, das der Chor bis heute hält. Seit 1997 leitet Frischmuths einstiger Schüler Prof. Jürgen Puschbeck das Ensemble.
Der Kammerchor folgt regelmäßig Einladungen zu (inter-) nationalen Festivals und Wettbewerben, wie denen in Marktoberdorf, Graz, Belfort, Spittal/Drau, Riva del Garda, Tolosa oder Tours. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, z.B. ein 2. Preis (Prädikat hervorragend) beim Deutschen Chorwettbewerb 2014 und ein 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb „Florilège vocal de Tours“ 2009, zeugen von der Qualität des Klangkörpers. Zudem weist der Chor eine rege Konzerttätigkeit auf: Gastspielreisen führten ihn in fast alle europäischen Länder, nach Japan, Israel und Brasilien. 1998, 2004 und 2012 konzertierte der Kammerchor auf Einladung des Amerikanischen Chorleiterverbandes ACDA in den USA.
Das Ensemble wird seit vielen Jahren auch als Botschafter Thüringens und Deutschlands wahrgenommen.

So gehören Konzerte für die thüringischen Landesvertretungen in Berlin und Brüssel bereits zur Tradition; ebenso gestaltete der Chor mehrfach Adventskonzerte im Auftrag der deutschen Botschaften in Wien, Bratislava und Kosice. Des Weiteren war der Chor im August 2009 einer Einladung der Bundeskanzlerin gefolgt, in Sopron am Festakt zum 20. Jahrestag der ungarisch-österreichischen Grenzöffnung musikalisch mitzuwirken. 2014 und 2016 reisten die SängerInnen unter Federführung des Auswärtigen Amtes in die Ukraine – nach Kiew und Lemberg.
Der Weimarer Kammerchor pflegt in erster Linie die a-cappella-Literatur des 16. bis 21. Jahrhunderts. Dabei wird bewusst immer wieder auch Werken thüringischer und sächsischer Komponisten sowie Uraufführungen Platz eingeräumt. Daneben gehört die Vokalsinfonik zum festen Bestandteil des Repertoires: Bachs Passionen, die h-Moll-Messe, das Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem, Bruckners Messe in e-Moll, Brahms‘ Requiem sowie Liszts Graner Messe sind nur einige Beispiele. Hier wie auch bei anderen Projekten arbeitete der Chor mit namhaften Dirigenten, wie Kurt Masur, Fabio Luisi, Max Pommer, Helmut Rilling, Georg Christoph Biller, Ton Koopman, Konrad Junghänel und John Butt zusammen. Konzerte wurden vom MDR, HR, BR und ORF aufgezeichnet sowie zahlreiche CDs produziert. Neben seiner Konzerttätigkeit fühlt sich der Kammerchor zugleich seinem Anspruch verpflichtet, Ausbildungsstätte für eigenes chorsängerisches und chordirigentisches Wirken zu sein.

Jürgen Puschbeck

Jürgen Puschbecks musikalische und sängerische Begabung trat schon sehr früh zutage: 1960 geboren, sang er bereits als 4-Jähriger in der Kurrende seiner Heimatgemeinde Griesbach/Erzgebirge. Hier und in Zwickau erhielt er seinen ersten Unterricht in Gesang, Klavier sowie Musiktheorie, bevor er 1970 in den Dresdner Kreuzchor – damals unter der Leitung von Rudolf Mauersberger – aufgenommen wurde. Neben der fundierten Ausbildung im Bereich des Chores bekam Jürgen Puschbeck fortan auch Orgelunterricht an der Christuskirche Dresden-Strehlen. In den Jahren 1977-1979 hatte er das Amt des Chorpräfekten inne. Er übernahm bei Gottesdiensten und Vespern die Assistenz und Leitung. Von 1981 bis 1986 studierte er an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in der Abteilung Dirigieren - Fachrichtung Chorleitung - bei Prof. Gert Frischmuth. Bereits 1983 übernahm Puschbeck die Leitung des Knabenchores der Jenaer Philharmonie, zwei Jahre später zusätzlich die des Philharmonischen Chores Jena. 1986 schloss er sein Studium mit einem Diplomkonzert im Schauspielhaus Berlin ab und wurde, im Alter von 25 Jahren, zum Chordirektor der Jenaer Philharmonie berufen. Infolgedessen wurde ihm 1987 auch die Leitung des Jenaer Madrigalkreises (Kammerchor der Jenaer Philharmonie) übertragen. In den Jahren 1986-1990 absolvierte Puschbeck zudem ein Zusatzstudium in der Fachrichtung Orchesterdirigieren bei Prof. Olaf Koch/Halle. Die künstlerische Leitung des Kammerchores der Weimarer Musikhochschule übernahm er im Herbst 1997.

Jürgen Puschbeck konnte mit den von ihm geleiteten Chören viele Wettbewerbserfolge erzielen. In dem Zusammenhang wurde ihm 1994 auch ein Stipendium des Deutschen Musikrates zuerkannt.


Neben Einstudierungen und Produktionen mit den Rundfunkchören Leipzig und Berlin führten ihn zahlreiche Konzerttourneen in die meisten europäischen Staaten, nach Japan, Australien, Israel, Brasilien und in die USA. Im Juli 1998, 37-jährig, wurde Jürgen Puschbeck zum Professor für Chordirigieren an die Hochschule für Musik Franz Liszt nach Weimar berufen. Von 1999 bis 2008 war er Institutsdirektor des dortigen Instituts für Dirigieren und Opernkorrepetition.


Als Professor engagiert er sich sehr für die Förderung des dirigentischen Nachwuchses. Viele seiner ehemaligen Studenten sind mittlerweile selbst erfolgreiche ChorleiterInnen.
Jürgen Puschbeck wirkt als Juror in Wettbewerben und ist Dozent bei Workshops. Das Schönste an diesem Text ist, was Sie daraus machen!

 

 

 

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