Oxymoron

KONZERT

Freitag, 06. Mai 2022, 19:30 Uhr, Logenhaus

 

„Märchenwelt im Spiegel“

Programm

Alt und Neu. Hell und Dunkel. Fantasie und Logik. Realität und Märchen. Kammermusik und Groove. Anna und Valentin. Harfe und Akkordeon. Das ist Oxymoron: Anna Steinkogler und Valentin Butt.

 

Gegensätze ziehen sich an

Ein Leben ohne Gegensätze, Reibung und Unschärfen, kurz: ohne Ambivalenz, gibt es nicht. Das Leben IST ein Oxymoron, Tag für Tag. Anna Steinkogler und Valentin Butt stehen als OXYMORON mit ihrer Musik für die Vermittlung und Verbindung zwischen genau diesen Extremen, die sie im Hier und Jetzt inszenieren und verknüpfen. Mit Leidenschaft und Eleganz verwandeln sie Widersprüche in magische Momente. Das ist ein Gesprächsangebot, ein Perspektivenwechsel, gelebter Austausch – kurz: die Kunst des Lebendigseins.

Märchenwelt im Dialog

 

In ihrem aktuellen Programm „Märchenwelt im Spiegel“ überwinden die beiden Vollblutmusiker spielend Grenzen. Gleich mehrere Märchenwelten treffen an diesem Abend aufeinander. Etwa die Märchensuite „Mutter Gans“, ein detailverliebtes Klanggemälde von Maurice Ravel, sowie Eigenkompositionen, inspiriert von Lewis Carrolls Klassiker „Hinter den Spiegeln“. Zwei Tonsprachen treten miteinander in Dialog, indem das Duo frische Perspektiven auf Werke aus der Klassik (aber nicht nur) eröffnet, sie neu arrangiert und interpretiert und ihnen Eigenkompositionen gegenüber stellen. Ein Abend voll feinsinniger Kammermusik und Groove.

über Oxymoron

Seit mehreren Jahren verbindet Anna Steinkogler und Valentin Butt eine enge musikalische Beziehung, die sie gleich beim ersten gemeinsamen Musizieren entdeckten, nämlich etwas Kraftvolles, Packendes und intensiv Emotionales zu schaffen und Ohren für neue Perspektiven zu öffnen.

 

Können und Hingabe zeigt Oxymoron offen in eigenen Stücken und kraftvollen Arrangements voller Lust am Musizieren. Im Vordergrund ihrer Musik steht nicht Imitation, sondern das stimmige Kreieren von Spannung, Reibung und das Eröffnen neuer Hörgewohnheiten.

Die Unterschiede ihrer Künstlerpersönlichkeiten und Instrumente verschmelzen auf der Bühne und doch bewahren sich sich ihre eigenen Extreme, die sie je nach Lust und Laune inszenieren oder gekonnt miteinander verflechten. Ein organisches Zusammentreffen mit erfrischend neuen Perspektiven auf Altes und Neues.

 

Im Repertoire: u. A. Werke von Maurice Ravel, Astor Piazzolla, Bérnard Andrés und Eigenkompositionen.

Künstler

Anna Steinkogler, Harfe

Geboren in Österreich, ist Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe und schloss ihr Studium im Konzertfach Harfe am Mozarteum Salzburg, am Conservatorium van Amsterdam und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit Auszeichnung ab.

 

Sie gewann u. A. den Festival Classique Preis (NL), den 2. Preis des Internationalen Spohr-Wettbewerbes, den 3. Preis des Hanns-Eisler-Wettbewerbes für zeitgenössische Musik und Interpretation. Für ihre Tanz-Theater-Produktion mit der Tänzerin Esther Steinkogler erhielt sie ein Stipendium der Prins-Bernard-Stiftung. Mehrere Jahre in Folge war sie Stipenidatin der niederländischen Stichting Musicians Worldwide. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie in verschiedenen Formationen in Deutschland, Holland, Österreich und Frankreich zu Gast; Kammermusikkonzerte führten sie bis nach Spanien und Taiwan.

 

Die Liebe zu Kammer- und zeitgenössischer Musik verbindet sie mit ihrer Neugier und Experimentierfreudigkeit, um Ausgefallenes und Ungehörtes zum Leben zu erwecken und Musik mit anderen Kunstformen zu verschmelzen. Dafür tritt sich auch als Komponistin und Arrangeurin in Erscheinung. Daneben freut sie sich über eine rege Zusammenarbeit mit Institutionen wie NDR Hannover, Staatsoper Hamburg, Konzerthausorchester Berlin, Volksbühne Berlin, Taschenoper Lübeck, Reinhold Quartett (Gewandhausorchester Leipzig), Ensemble Quillo, Zafraan Ensemble u.v. A.

Valentin Butt, Akkordeon

Geboren in Sankt Petersburg, studierte Akkordeon an der HfM Hanns Eisler Berlin und ist Preisträger und erfolgreicher Teilnehmer nationaler und internationaler Wettbewerbe und Festivals.

 

Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Staatsoper Berlin und der Deutschen Oper als auch an großen Berliner Theatern wie der Schaubühne, dem Deutschen Theater, dem Maxim Gorki Theater und dem Berliner Ensemble als Musiker, Komponist und musikalischer Leiter.

 

Darüber hinaus ist Valentin Butt als Studiomusiker an Hörspiel- und Filmmusikproduktionen des SR, WDR, NDR, Deutschlandradio Kultur, ZDF und Arte beteiligt.

Von den Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten wie Beat Furrer, David Robert Coleman, Tobias Schwencke, der Zusammenarbeit mit den Namhaften Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Péter Eötvös und Iván Fischer sowie mit Theatergrößen wie Robert Wilson und Thomas Langhoff, ferner die gemeinsame Arbeit mit Angela Winkler und Samuel Finzi an Liederabenden und Lesungen, über die Beteiligung an unzähligen Musik- und Theaterproduktionen/Experimenten der freien Szene reflektiert das Zusammenspielen in verschiedenen Bandprojekten seine musikalische Bandbreite. Von Klassik bis Avantgarde, von Jazz bis Techno, von Folk bis Noise.

Er ist Mitbegründer und Mitglied mehrerer Bands, dazu zählen SkaZka Orchestra, Tango Finlandes, Holler my Dear.